Häufig gestellte Fragen zum Digital Product Passport
Alles was Sie über den DPP wissen müssen — von den EU-Pflichten über den Zeitplan bis zur technischen Umsetzung.
Was ist ein Digital Product Passport (DPP)?
Ein Digital Product Passport ist ein standardisierter, digitaler Datensatz, der alle relevanten Informationen über ein Produkt enthält. Dazu gehören Materialzusammensetzung, Herkunft, Nachhaltigkeitsdaten, Zertifikate und Entsorgungshinweise. Der DPP wird über einen QR-Code oder NFC-Chip am Produkt zugänglich gemacht.
Ab wann ist der Digital Product Passport Pflicht?
Die EU führt den DPP stufenweise ein. Ab 2027 ist er für Batterien und Akkus verpflichtend (EU-Batterieverordnung). Textilien und Elektronik folgen voraussichtlich 2028, Möbel 2029. Weitere Produktkategorien werden schrittweise ab 2030 hinzugefügt.
Welche Unternehmen müssen einen DPP erstellen?
Grundsätzlich alle Unternehmen, die physische Produkte in der EU in Verkehr bringen — Hersteller, Importeure und Händler mit Eigenmarken. Die Pflicht gilt unabhängig von der Unternehmensgröße, sobald die jeweilige Produktkategorie reguliert ist.
Was kostet die Erstellung eines Digital Product Passport?
Die Kosten hängen von der Komplexität der Lieferkette und der Datenverfügbarkeit ab. Mit OpenProductData können Sie kostenlos starten und erste DPPs erstellen. Für Unternehmen mit vielen Produkten bieten wir skalierbare Lösungen, die wesentlich günstiger sind als Eigenentwicklungen.
Welche Daten müssen in einem DPP enthalten sein?
Die genauen Anforderungen variieren je nach Produktkategorie. Grundsätzlich umfasst ein DPP: Produktidentifikation (Name, GTIN), Materialzusammensetzung, Herkunftsinformationen, Nachhaltigkeitsdaten (CO2-Fußabdruck, Energieeffizienz), Zertifikate, Reparierbarkeits-Score und Entsorgungshinweise.
Wie unterscheidet sich der DPP von einem Produktdatenblatt?
Ein Produktdatenblatt ist ein statisches Dokument mit technischen Spezifikationen. Der DPP ist ein dynamischer, maschinenlesbarer Datensatz, der standardisiert ist, über APIs abgefragt werden kann und die gesamte Lieferkette abbildet. Er ist zudem über QR-Codes direkt am Produkt zugänglich.
Was passiert, wenn ich keinen DPP habe?
Sobald die DPP-Pflicht für Ihre Produktkategorie gilt, können Sie Produkte ohne gültigen DPP nicht mehr legal in der EU in Verkehr bringen. Es drohen Bußgelder und Verkaufsverbote. Frühzeitig zu starten gibt Ihnen Zeit, Daten zu sammeln und Prozesse aufzubauen.
Brauchen auch KMU einen Digital Product Passport?
Ja, die DPP-Pflicht gilt unabhängig von der Unternehmensgröße. Allerdings wird es vereinfachte Verfahren für kleine und mittlere Unternehmen geben. Plattformen wie OpenProductData machen die Erstellung besonders für KMU einfach und kostengünstig.
Welche Produktkategorien sind betroffen?
Die ESPR-Verordnung betrifft fast alle physischen Produkte in der EU. Prioritäre Kategorien sind: Batterien, Textilien, Elektronik/ICT, Möbel, Reifen, Stahl, Aluminium, Kunststoffe und Baumaterialien. Ausgenommen sind Lebensmittel, Futtermittel, Medizinprodukte und Fahrzeuge (die eigene Regularien haben).
Wie wird der DPP am Produkt angebracht?
Der DPP wird über einen QR-Code auf der Verpackung, dem Etikett oder dem Produkt selbst zugänglich gemacht. Der QR-Code verlinkt auf die öffentliche Produktseite mit allen DPP-Informationen. Alternativ können NFC-Chips oder Data-Matrix-Codes verwendet werden.
Kann ich bestehende Produktdaten importieren?
Ja, OpenProductData bietet eine REST-API, über die Sie bestehende Produktdaten aus ERP-Systemen, PIM-Systemen oder Excel-Dateien importieren können. Die API unterstützt die Anlage und Aktualisierung aller Produktdaten programmatisch.
Wie sicher sind meine Daten auf OpenProductData?
Ihre Daten werden verschlüsselt übertragen (HTTPS) und sicher gespeichert. Nur veröffentlichte Produktdaten sind öffentlich einsehbar. Entwürfe und interne Daten bleiben privat. Passwörter werden mit bcrypt gehasht, und alle Formulare sind mit CSRF-Schutz gesichert.
Was ist der Unterschied zwischen DPP und GS1 Digital Link?
GS1 Digital Link ist ein Standard zur Verknüpfung von Barcodes mit digitalen Informationen. Der DPP nutzt ähnliche Konzepte, geht aber weiter: Er definiert verbindliche Dateninhalte (Nachhaltigkeit, Materialien, Reparierbarkeit) und ist gesetzlich vorgeschrieben. GS1 Digital Link kann als Zugangspunkt für den DPP dienen.
Wie funktioniert die API von OpenProductData?
OpenProductData bietet eine REST-API mit JSON-Antworten. Öffentliche Produktdaten können ohne Authentifizierung abgerufen werden. Die API unterstützt Produktsuche, einzelne Produktabfragen und liefert alle DPP-relevanten Daten in strukturierter Form. Rate Limits schützen die API vor Überlastung.
Noch Fragen?
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